slackline und poesie

slackspot.de entwickelt sich langsam aber stetig zu einem richtigen Portal weiter. Und verfügt jetzt über Gruppen. Unter anderem die slackspot und poesie Gruppe uas der ich hier ienen auszug vorstellen möchte:

“Sag mal das mit diesem Band,
das du Dir da so gespannt
hast und auf dem Du balancierst,
eifrig Deine Tricks trainierst,
ist das eigentlich so schwer?”
“Ne” Sagst Du. “Naja nicht sehr.
Na los jetzt, komm mal her,
und jetzt stell Dich mal da drauf.
Ja genau, und jetzt lauf.”
Natürlich falle ich gleich runter.
“Und jetzt,” Sagst du munter
lachend “wieder rauf.
Ja genau, und jetzt lauf.”
Und ich stürze immerzu
immerwieder sagst dann Du:
“Und jetzt steigst du wieder auf.
Ja genau, und jetzt lauf.”
Und dann, so Schritt für Schritt,
bekomme ich auch langsam mit,
wie das Ganze funktioniert:
hast Du Dich erstmal blamiert,
mach die Sache wirklich Laune.
“Toller Sport” denk’ ich und staune.

stein-schere-papier

Stein-Schere-Papier, auch als Schnik-Schnack-Schnuk oder unter unzähligen anderen Namen bekannt ist ein elementarer Bestandteil des Lebens als Gruppenleiter. Es dient nicht nur zur Entscheidungsfindung innerhalb eines Teams, sondern auch als Grundlage großartiger Spiele wie “Evolution” oder “Gruppenschnickschnackschnuck”. Dabei kommt es immer wieder vor, dass arglistige Gegner versuchen zu betrügen, indem sie einfach unbekannte Figuren oder erweiterungen beutzen. Meine bisherige Antwort war dann das Impro-Schnick-Schnack-Schnuck, bei dem es nur auf schnelle und ungewohnte Figuren ankommt die dann je nach erklärung gewinnen oder verlieren. Jetzt endlich gibt es eine neue Lösung, über die ich hier gestolpert bin. Das vollständige Schnickogram:
Das Schickogramm mit 15 Figuren

wasserdicht

Wasserdicht und dabei hoch atmunsfähig, so sieht der Stoff aus, den sich Outdoor-Sportler immer wüschen. Und den es bisher nicht so richtig gibt. Na gut, Gore-Tex ist Wasserdicht wie ein Friesennerz, atmet allerdings auch entsprechend wenig, zumindest bei relativ hohem Außenluftdruck, z.B. wenn es regnet. AUßerdem ist fraglich ob zum draußen-sein und naturgeniessen wirklich das Tragen von Sondermüll notwendig ist, dessen Herstellung recht giftig ist. Dann gibt es da ja noch ETA-Proof. Biologisch angebaute imprägnierte Baumwolle, die ziemlich gut atmet und eine ganze Weile dicht hält, allerdings nicht immer. Und heute morgen stolpere ich glatt über die Meldung einer neuen Möglichkeit, bei der Polyesterfasern mit Silikon-Nanofilamenten beschihctet werden, was eine dreidimensionale, höchst dauerhafte Struktur ergebe, die im Test den Stoff auch unter zweimonatigem Dauerwasserdruck trocken hielt. Das Ganze wird wohl schon eine Weile unter dem Begriff Lotus-Effekt erforscht. Wenn es damit tatsächlich die Möglichkeit gibt Trägermaterialien dauerhaft wasserdicht zu machen, ohne die Atmungsfähigkeit zu beeinträchtigen wäre das mal eine erfreuliche Neuigkeit. Besser, günstiger und gleichzeitig wesentlich Umweltverträglicher als der momentane Marktführer klingt ziemlich nach Nachfolger. Bleibt die Frage, ob nicht auch wasserdampf der von innen kommt, innen gehalten wird. Man darf gespannt sein, was draus wird.

wahlen

Nächstes Jahr stehen ja diverse Wahlen an. Der Bundestag wird neu gebildet, das Europaparlament gewählt und hier in Frankfurt muss auch noch ein neuer Landtag gewählt werden. Wenn ich mir parteiprogramme, einzelne Kandidaten und die Öffentlichkeitsarbeit der wählbaren Parteien so anschaue, komme ich immer wieder zu dem Schluß, daß ich unmöglich einer dieser Parteien meine timme geben kann. Ich muss einfach davon ausgehen, daß meine Stimme sonst gegen meinen Willen arbeitet und zur legitimatione irgendeines schwachsinnigen Projekts herhalten muss. Dieser Umstand, vereint mit dem Eindruck, ca. 80% der jeweiligen Abgeordneten haben aus den Augen verloren, daß sie von uns, den Wählern in ihr Amt gesetzt wurden und auch für uns, die Wähler zu arbeiten haben, bringt mich zu dem Entschluss, auf eine neue wählbare Partei aufmerksam zu machen: Die Piraten Partei. Bei den letzten Landtagswahlen hier in Hessen bin ich über diese ernste Alternative gestolpert und kann mich des Eindrucks nicht erwehren, das einige ihrer Ansichten und Ziele der Demokratie in Deutschland und Europa sehr gut tun würde. Allerdinges braucht diese Partei noch Unterschriften um gewählt werden zu können. Diese Unterschriften kann man der Partei hier geben.

gedacht

Kühles Licht streift Felsen wieder,
kündet von der Sonne Lauf.
Schimmert leis’ von Wipfeln nieder
auf das klaffend tiefe Tal,
kriecht die schroffen Kanten rauf,
als ging’s den Weg das erste mal.
Und über Klüften – kalt und kahl -
hockt einsam auf der hohen Spitze
stumm ein alter Wandervogel
- sich sehnend nach des Sommers Hitze –
und zupft den Frost sich vom Gefieder.

Bleiern dringt das Licht durch graue
dicke Nebelschwaden – träge -
und der Vogel schärft die Klaue
an der eisig glitzernd Kante.
Probt die ersten Flügelschläge
und sein Blick der einstmals brannte
sucht müde nun das unbekannte
Ziel, das Rast und Ruh verspricht
- Lang herbeigesehnt im Geist –
und trägt doch Wildheit im Gesicht;
schaut ins neblig Ungenaue.

Die schweren Nebelschwaden steigen
langsam auf und zieh’n davon.
Und in das morgendliche Schweigen
tönt Windgebraus – noch leise.
Der Vogel spreizt die Flügel schon,
kennt er doch längst die alte Weise
Des Sturms der ihm auf seiner Reise
schon oft war einziger Gefährte.
Der ihm das Ferderkleid zerzauste
und auch an seinen Kräften zehrte
Die sich ja nun dem Ende neigen.

Wild tost der Wind, reisst eine kleine
Feder von des Vogels Schwingen
Der sich nun hebt von seinem Steine,
kraftvoll mit den Flügeln schlägt
aufs neue mit dem Sturm zu ringen
der ihn weit in die Ferne trägt.
Die Feder noch vom Sturm geprägt,
liegt geborsten nun dort oben -
Bis ein Wandrer kommt des Wegs
Sie sieht und rasch hat aufgehoben
Ein Brausen hört und denkt das seine.

radio

Musik höre ich ja normalerweise von Schallplatte. Mit Knacken, Rauschen und allem was sonst so dazugehört. Keine Dauerberieselung eben, sondern Seite für Seite eine bewusste Entscheidung für oder gegen bestimmte Musik. Und nach spätestens einer Schallplattenseite steht die nächste Entscheidung an. Das ist vielleicht mit ein wenig arbeit verbunden, steigert aber meiner Erfahrung nach das Musikerlebnis um ein Vielfaches, da ich die Musik wesentlich bewusster höre und geniesse, als sagen wir mal 30 GB Musik wild von meiner Lieblingssoftware durwürfeln und ausspucken zu lassen. Gut, wenn ich unterwegs bin höre ich natürlich Datenmusik in MP3 Form, aber auch da meist keine “Random all”-Auswahl, sondern schön selektiert. Radio hingegen habe ich lange Jahre lang gar nicht gehört, weil ich mir das endlose Gequatsche zwischendrin sparen wollte. Mal ehrlich, abgesehen von Formfehlern in allen Bereichen, von einem Aushebeln der Grammatik zugunsten einer höheren Informationsdichte sind die Meisten Sendungen auch inhaltlich eher bescheiden, wenn nicht sogar schmerzhaft.

Warum nun diese ganze Vorschwafelei? Ein kleiner Lokalsender aus Hessen hat mich doch tatsächlich begeistert. Bisher habe ich werder eine wirklich schlechte Sendung gehört, noch auch nur einen einzigen schlechten Song. Und das halte ich wirklich für erwähnenswert. In diesem Sinne: weiter so Radio Bob!

twitterklon

Bei den Arbeiten an slackspot.de sind marc und ich gestern über einen interessanten Dienst gestolpert. Niimo nennt sich das ganze und ist im Prinzip nichts, als eine alternative zu Twitter. Warum Alternative, wenn Twitter doch gut ausgebaut läuft? Weil Twitter in Deutschland keine SMS Updates mehr unterstützt. Niimo hingegen schon. Die Updates von Freunden können problemlos per Messenger oder eben SMS verfolgt werden. Andersherum funktioniert es genauso gut. Sehr nett das ganze und vor allem kostenlos.