datalove

Erstaunlich, unglaublich und ebenso begeisternd zu sehen, was einige Aktivisten mit viel Hilfe (genannte Quellen sind repräsentativ für viele) und unheimlichem Engagement so hinbekommen.
“Da können wir nichts tun.” Ist, wie ich in den letzten Tagen festgestellt habe die so ziemlich falscheste Aussage die es gibt. Mit persönlichem Einsatz konnten innerhalb weniger Tage neue Infrastrukturen geschaffen oder alte reaktiviert werden um die Ägyptische Bevölkerung wieder ins Internet zu bringen. Was ich neben vielen kleinen Details gelernt habe, während ich unzählige Stunden recherchiert, geposted, beobachtet und sonstwie unterstützt habe ist vor allem, dass es immer einen Weg gibt. Und wie nötig es ist, alternative Kommunikationsstrukturen wie Meshnetzwerke zu etablieren. Also: Schlau machen, nachdenken und vor allem: einfach mal machen! For the Datalove.

Update: hier gibt’s noch einen Artikel zum Thema.

Update 2: und hier noch ein kurzes Video:

Telecomix: Egypt Hamradio Op from n0pants on Vimeo.

kooperation

Samstag morgen. Nach einem viel zu langen Munchkinabend geniesse ich den anregenden Kaffeeduft in meiner Nase. Immerhin muss ich gleich noch arbeiten. Da erzählt mir mein derzeitiger Mitbewohner Herr Urbach von einer Kurzgeschichte, die zu schreiben er begonnen hat um Daraus eine Geschichte vieler werden zu lasssen.
Er hatte mich schon vor ein paar Tagen auf die Möglichkeiten von Etherpads wie z.B. TypeWithMe hingewiesen. Und gestern Abend hat er dann sein Experiment gestartet, dessen derzeitiger Stand zum lesen und zur Mitarbeit einlädt. Viel Spass dann.

Blitzschutzsack

Den guten alten Bergsteiger habe ich wohl leider desillusioniert was seine Sicherheit am Berg betrifft.
Er fragte mich nach einem Blitzschutzsack. Als ich nicht sicher war ob er damit wirklich einen Biwaksack meint, habe ich lieber nachgefragt was er denn meine und wofür er den brauche. Die erklärung hat mich doch ins Staunen versetzt. “So einen Nylonsack, der innen mit Aluminium ist. Den habe ich immer schon beim Bergsteigen dabei. Wenn Du dann in ein Unwetter kommst, dann legst Du dich da rein, ganz flach, das musst Du ja sowieso wenn du oben am Berg in ein Gewitter kommst, und durch das Aluminium dadrin liegst du praktisch in einem faradayschen Käfig. Der leitet dann die Blitze weg.”
Er war tatsächlich seit Jahrzehnten der Überzeugung (irgendein Bergführer habe es ihm so erklärt) dass Aluminium ein hervorragender Leiter sei und Biwaksäcke eben zum Blitzschutz da seien. Ich habe ihm dann erklären dürfen, dass Aluminium in den Säcken ist, weil es einen Teil der Körperwärme reflektiert und somit die Gefahr der Erfrierens vermindert. Und dass Aluminium ein guter Wärmeleiter ist, aber mitnichten Elektrizität leitet.
Ganz überzeugt war der arme wohl nicht. Immerhin hat es ja Jahrzehnte funktioniert.