couchsurfen ist ja mittlerweile hinreichend bekannt, aber jetzt gibt es eine neue Möglichkeit für Backpacker, Tramper und Wanderer, naja für alle eben, die mit Zelt oder Tarp (oder eben nur Schlafsack) unterwegs sind:
freagle .
Unterstützenswert, wie ich finde.
Category Archives: aus dem stadtwald
stadtnomade
Die gute Tradition des steten Umzugs wird fortgesetzt. Ab dem 1.10. bin ich dann Berliner! Jeeeeehaa.
slackline und poesie
slackspot.de entwickelt sich langsam aber stetig zu einem richtigen Portal weiter. Und verfügt jetzt über Gruppen. Unter anderem die slackspot und poesie Gruppe uas der ich hier ienen auszug vorstellen möchte:
“Sag mal das mit diesem Band,
das du Dir da so gespannt
hast und auf dem Du balancierst,
eifrig Deine Tricks trainierst,
ist das eigentlich so schwer?”
“Ne” Sagst Du. “Naja nicht sehr.
Na los jetzt, komm mal her,
und jetzt stell Dich mal da drauf.
Ja genau, und jetzt lauf.”
Natürlich falle ich gleich runter.
“Und jetzt,” Sagst du munter
lachend “wieder rauf.
Ja genau, und jetzt lauf.”
Und ich stürze immerzu
immerwieder sagst dann Du:
“Und jetzt steigst du wieder auf.
Ja genau, und jetzt lauf.”
Und dann, so Schritt für Schritt,
bekomme ich auch langsam mit,
wie das Ganze funktioniert:
hast Du Dich erstmal blamiert,
mach die Sache wirklich Laune.
“Toller Sport” denk’ ich und staune.
stein-schere-papier
Stein-Schere-Papier, auch als Schnik-Schnack-Schnuk oder unter unzähligen anderen Namen bekannt ist ein elementarer Bestandteil des Lebens als Gruppenleiter. Es dient nicht nur zur Entscheidungsfindung innerhalb eines Teams, sondern auch als Grundlage großartiger Spiele wie “Evolution” oder “Gruppenschnickschnackschnuck”. Dabei kommt es immer wieder vor, dass arglistige Gegner versuchen zu betrügen, indem sie einfach unbekannte Figuren oder erweiterungen beutzen. Meine bisherige Antwort war dann das Impro-Schnick-Schnack-Schnuck, bei dem es nur auf schnelle und ungewohnte Figuren ankommt die dann je nach erklärung gewinnen oder verlieren. Jetzt endlich gibt es eine neue Lösung, über die ich hier gestolpert bin. Das vollständige Schnickogram:

gemischt
Freitag abend. Ich habe Feierabend. Ein wenig gestresst und matt schlurfe ich über den Parkplatz richtung Bahn. Ein Luxussportwagen in tiefem schwarz hält direkt vor mir. Ein Junger Mann steigt aus, sein Gesicht kommt mir vage bekannt vor, aber einorden kann ich es nicht. “Zu Dir will ich.” spricht er mich mit einem breiten Grinsen an. Na gut, denk ich mir, ich hab’ Feierabend und nichts zu tun, also erwiedere ich gewohnt schlagfertig: “Äh, ja. gut.” um nach einer kurzen Pause ein “Ist’s was schlimmes?” zu ergänzen. Da klärt er mich auf, dass ich ihm doch vor einigen Monaten einen Rucksack verkauft habe. Schon dämmert es mir. genau. Der Junge Man war gefühlte dreißigtausend Stunden im Laden. Immer und immer wieder hat er Rucksäcke und alles mögliche andere probiert und sich beraten lassen. Genau. Aber unangenehm war er nie, nur skeptisch und unsicher. Bis er sich dann doch entschieden hatte. “Ich wollte mich bedanken.” Schießt er heraus. “Ich war jetzt vier Monate unterwegs. Eine Saugeile Erfahrung.” Er erzählt noch ein wenig von seiner Tour. Sichtlich begeistert und um eineige Erfahrungen reicher ist er extra zum Laden gekommen um sich zu bedanken. Schön, soetwas auch zu erleben.
Weniger beschwingend war dann heute morgen das erwachen mit direkt folgendem Kreislaufkollaps und blutigem Auswurf. Naja, kann ja nicht immer alles passen, dachte ich mir und habe mich seit ewigkeiten zum erstenmal wieder zu einem Arzt geschleppt, der dann auch direkt die verschleppte Bronchitis diagnostizierte und mit Neben Antibiotika einen Besuch beim Hausarzt verschrieben hat. Montag heisst es also erstmal den Hausarzt suchen. Kentt zufällig jemand einen guten in Kriftel?
hintergründe

hier gefunden.
sonst noch zum Thema: hanno und der spiegel
geschafft
Seit 11 Uhr heute morgen bin ich leid IHK geprüfter Kaufmann im Einzelhandel. Nach sechzehn Monaten Ausbildung.
Und meine Prognosen bezüglich der Ausbildung haben sich bewahrheitet. Die Arbeit im Betrieb macht riesigen Spass und bietet unzählige Möglichkeiten zu Schulungen, weiterbildungen etc. ein Schlaraffenland für Outdoorfans und Materialliebhaber eben. Die schulische Ausbildung hingegen ist, euphemistisch ausgedrückt, mäßig interessant. Ausser wenigen fachspezifischen Inhalten bietet sie hauptsächlich eine magere Allgemeinbildung, nur eben aus kaufmännischer Sicht interpretiert. Hinzu kommt ein Unterichtsausfall von ca. 70% in den ersten 5 Monaten. Danach (in einer Klasse die speziell für “Ausbildungsverkürzer” gebildet wurde) wurde es erheblich besser. Naja, ein Glück ist das ganze jetzt vorbei und ich bin (hoffentlich) nie wieder gezwungen mehrere Stunden lang in einem Raum zu sitzen der nach sämtlichen in deutschland erhältlichen Parfüms gleichzeitig stinkt – bei einem entsprechend geringen Sauerstoffanteil. Auf gehts ins ordentliche Arbeitsleben.
nicht für die Arktis
Menschen zu beraten, wenn es um Outdooraktivitäten geht macht mir nach wie vor enorm viel Spass. Mich mit dem Material zu beschäftigen, funktionsweisen zu verstehen und dieses Wissen weiterzugeben. Gemeinsam das beste Produkt für den jeweiligen Zweck aus der doch breiten Palette herauszufiltern. Allerdings kommt es duraus häufiger vor, dass die Kuden offenbar erst im Laufe der beratung feststellen was sie eigentlich wollen. So kommt es immer wieder zu durchaus amüsanten Gesprächseröffnungen wie “Ich suche einen Schlafsack der leicht ist und trotzdem warmhält.” “Ja, wie warm denn so?” “Warm genug. Also jetzt nicht für arktische Aktivitäten.”. Die häufigsten Wünsche beim kauf eines Schlafsacks sind meiner Erfahrung nach:
“Nicht für die Arktis/ den Himalaya.”, “Jetzt nichts Wildes.”, “Eher so für normal.” und “Ich brauch den nicht für extreme Sachen.”
Wenn ich dann nachfrage, wofür denn dann, stellt sich meist heraus, dass der Schlafsack für alles andere gut sein soll. Alternativ wird auch das nächste Extrem ausgeschlossen.
Erstaulich, dasses offenbar recht schwer ist genaue Vorstellungen von deml, was ein Produkt leisten soll zu formulieren. Oder sich auch nur vor dem betreten des Ladens darüber Gedanken zu machen. Im Gegenzug haben wir jetzt begonnen die Schlafsäcke entsprechend zu beschriften. anstatt “Tundra”, “Kompakt” “Zensor” etc. heissen sie nun “Nichts Wildes”, “Nicht für Himalaya”, “Eher für normal”, etc.
Ich freu mich schon auf den nächsten Kunden der einen Schlafsack “nicht für den Himalaya” sucht und dann genau diesen vorgeführt bekommt.
musiker
Seit einiger Zeit höre ich ja recht gerne die Musik des Jungen Frankfurter Nachwuchsmusikers Breitenbach. Dem liege ich auch seit einer Weile in den Ohren, dass ich gerne die ungeschnittenen Aufnahmen eines Konzertes aus Bad Homburg hätte. Bekomme die aber nicht. (Tobi, bitte, ich möchte die wirklich!) Also dachten Marc und ich uns gestern abend: gehen wir doch den ersten Schritt und singen ein Impro-Song für Tobi Breitenbach. Dabei hat sich so viel Musikalisches Potential gezeigt, daß wir gleich eine Band gegründet haben: Be64.
reisen
Heiligabend in Frankfurt. 14.00 Feierabend. Mit Kollegen Rindswurst essen und Bier trinken. Vom Kollegen zur Autobahn (eigentlich zum Treffpunkt mit dem Mitfahrgelegenheitsfahrer) bringen lassen. Den Trefpunkt nicht finden. Vom Kollegen direkt zu einer Tankstelle am Autobahnzubringer bringen lassen. Den Mitfahrgelegeheitsfahrer nicht erreichen. Aus verzweiflung den Mann mit Borkener Kennzeichen an seinem Auto ansprechen. “Hallo, fährst Du nach Münster? Ich erreich’ meine Mitfahrgelegenheit nicht.” “Äh, ja, aber ich hab’s Auto auch gleich voll mit drei Mitfahrern.” “Bist du Christoph?” “Ja.”…. Er hatte das Handy im Kofferraum und dann auch gesehen, dass ich mehrfach probiert habe ihn zu erreichen. Glück gehabt.
Ebenso wie auf der Rückfahrt von Erfurt nach Frankfurt. In überfülltem Zug im Eingang sitzend, bis der Schaffner mich in die erste Klasse geschickt hat. “Da ist doch Platz und da ziehts auch nicht so. Hier holste Dir noch ne Erkältung.” So macht Reisen Spass.