stadtbiwak

irgendwie ist es ja schon klar, daß nach acht Stunden Arbeit bei 33- 35°C und stehender Luft der Körper recht ausgelaugt ist. Irgendwie ist auch klar, daß daran anschließendes slacklinen und biertrinken sein übriges tut, übergroße Müdigkeit hervorzurufen und sich dann auf eine Decke im Park zu legen unweigerlich zum einschlafen führt. Sich in eine Hängematte zu legen übrigens auch. Es ist also eigentlich alles klar und nicht weiter verwunderlich. Trotzdem hab’ ich mich heut morgen um fünf gewaltig gewundert, im Park in Frankfurt auf einer Decke aufzuwachen. Naja, so hab’ ich wenigstens auch mal in Frankfurt gebiwakt.

kundenfreundlich

bin ich natürlich immer, selbst wenn eine halbe Stunde vor Ladenschluss noch mehrere Kunden ausführliche Wanderschuhberatungen wollen, während ich alleine in der Abteilung bin. Was aber noch viel kundenfreundlicher ist:

Würdet ihr um dieses Gerät zu bekommen

nach dem “Clever Camper Cowboy Hanks”fragen?

Richtig, deshalb ist jetzt sehr entgegenkommend offiziell in “Grill Thing” umbenannt und damit zu meinem neuen Lieblingsartikel geworden.

Vorbei die Zeiten der unaussprechlichen Namen für Gebrauchsgegenstände!

walk the line

da ich zur Teit einen großteil meiner Zeit im Park beim Slacklinen verbringe (wenn ich nicht gerade wertvolle Zeit mit dem anschauen derartig langweiliger Fußballspiele wie dem gestrigen vertue), hier mal wieder ein paar Bilder:

Das ist sind die Leute, mit denen ich momentan den größten Teil meiner Freizeit (und auch einen Teil meiner Arbeitszeit, wenns um neues Material wie Hängematten, etc. geht) verbringe. Neben mir steht der Marc, daneben sitzt Luisa und links ist der Max zu sehen, dem ich den ganzen Schlamassel verdanke. Zwischen seinen Beinen ist übrigens der Bierkasten, der ist auch immer da.

Marc ist übrigens aus dem Osten, also aus Thüringen, weshalb er sich immer besonders freut

wenn er eine Banane bekommt. Natürlich schmecken mir die genausogut, also unternehme ich manchmal einige Anstrengungen um das Slacklinen und das Bananenessen unter einen Hut zu bekommen.

Aber nein, wir albern nicht nur rum, Sondern üben auch kräftig. Zum Beispiel springen, wie die Luisa

und der Lars, der das erste Bild gemacht hat. Lars kann nämlich jetzt, wo sein Fuß wieder heil ist, weiter Slacklinen üben:

und auch der Max

der Marc (obwohl der immer aus dem Bild springen wollte)

und ich

wobei ich am liebsten in den Bäumen sitzen geblieben wäre

Nach dem wirklich harten Training, haben wir uns natürlich eine Belohnung verdient, die Lars und ich erst mit Marcs Vespa holen müssen

bevor wir sie genießen.

Soweit, so gut. Wenns heute nicht winden und ab und an regnen würde, wären hier wohl auch neue Kletterbilder zu sehen, aber das muss wohl noch warten. Bleibt die Frage, was wir machen, wenn’s den ganzenn Sommer über regnet. Dann müssen wir wohl doch den Park überdachen oder sowas. Vielen Dank übrigens an Marc, für die Fotos.

spannen(d)

Entspannt auf dem Rasen liegend, genieße ich die Sonne in meinem Gesicht. Ein Blick auf die Uhr verrät mir, daß es bereits nach acht ist. Zeit zu gehen, wenn ich noch ohne größeren Aufwand nach Hause kommen möchte. Mit leisem bedauern packe ich meine Siebensachen, verabschiede mich von den anderen, mit denen ich den wundervollen Tag verbracht habe und gehe zur U-Bahn, unterwegs feststellend, dass ich müde, erschöpft und verschwitzt bin. Kein Wunder, denke ich mir, habe ich doch den ganzen Tag lang Sport getrieben. Mit einem Haufen netter Leute auf ungefähr neun Slacklines alles mögliche (und unmögliche) probiert. Aber ich fang wohl besser vorne an. Nach dem viel zu frühen und doch fast zu späten Aufstehen hetzte ich zur Bahn, die ich locker noch erreiche, denn die hat Verspätung. Und fährt nicht bis zu meiner Haltestelle. Nach diversem Umgesteige und gelehtze komme ich eine halbe Stunde zu spät in der Schule an und fange direkt an meine letzte Klaasenarbeit für dieses Schuljahr zu schreiben. Als das geschafft ist, fahren wir mit der gesamten Klasse in den Park, um dort zu Grillen. Da die anderen sich schon um die verpflegung gekümmert haben, habe ich mich um die Beschäftigung gekümmert und meine Slackline dabei. Als ich mich gerade auf den Heimweg machen will, bkomme ich folgende SMS: “Guten thomas!wir kennen uns noch nicht… drehen nachher mit rtl übers slacken! 14 uhr erstmal im günthersburgpark… hast du zeit? max”

Naja, Zeit habe ich, meine Slackline habe ich auch dabei und die feste Absicht diese auch zu benutzen. Warum dann nicht mit anderen, denke ich mir. Allerdings frage ich mich wer dieser Max ist und woher er meine Nummer hat, also rufe ich ihn an. Er hat sich seine Slackline bei uns im Laden gekauft und war heute nochmal da um zu fragen, ob denn von den netten Mitarbeitern jemand “ab und zu `ne line ziehen” würde und Lust hätte heute mit ihm und einigen anderen genau das zu tun. Mein Kollege gibt ihm also meine Nummer. Wenn ich schonmal die Gelegenheit habe mit anderen meinem Lieblingssport nachzugehen und alles was ich dafür brauche ohnehin dabei habe: Klar geh’ ich in den Günthersburgpark (Äh, max, sag mal, wo genau ist denn der Günthersburgpark?). Als ich ankomme sehe ich die ungefähr neun Slacklines kreuz und quer und längs gespannt und darauuf und drumherum einen haufen Leute nebst Kamerateam. Begrüße alle, komme sofort mit ihnen ins Gespräch und pring’ aufs nächste Seil um mich meherere Stunden lang auszutoben. Herrlich. Das besondere Highlight des Tages: Zwei miteinander verbundene Slacklines über ca. vierzig meter gespannt. Das wackelt unglaublich, beansprucht die gesamte Konzentration und gibt einen gewaltigen Ardenalinschub. Schön. Das wird jetzt öfter gemacht.

Und weils So schön war, hier ein paar Bilder, die der MAx gemacht hat:

viel zu kurz

Der Mittwoch ist doch echt der dämlichste Tag der Woche. Ist der erste Gedanke (also der erste richtige heute Morgen, immerhin ist es noch nicht mal sieben) auf dem Weg zum Zug. Und dieser Gedanke ist ja auch gar nicht so abwegig, bedenkt man daß am Mittwoch der Wecker (also der eigene) noch vor fünf Uhr klingelt. Der zweite Gedanke ist dann kurz danach. Nach dem ersten Umsteigen. Der sagt einem dann (der Gedanke) daß man in der falschen Bahn sitzt, weil ja Mittwochs die Außenstelle der Schule dran ist und man da anders fahren muss. Natürlich ist dann auch schon keine Zeit mehr den Kaffee für die ersten beiden Stunden zu holen. Egal, Kaffee ist eh ungesund (natürlich funktioniert dieser äußerst plumpe Selbstbetrugsversuch nicht einmal annähernd, aber man hätte wenigstens fast was zu lachen, wenns nicht so früh wäre). Die sechs Schulstunden ziehen dann so quälend langsam am Geist vorbei, wie die strahlende Sonne am wolkenlosen Himmel, die einem dann zuschreit, dass man schon in der Oberstufe immer recht hatte und Schule überflüssig ist und einen von wichtigen Dingen wie leben abhält.
Nur versteht das der Arbeitgeber wohl ebensowenig, wie das hessische Schulgesetz, obwohl er (der Arbeitgeber) doch immer zum “Träume leben” aufruft. Unwahrscheinlich, daß er auch weiter das Ausbildungsgehalt bezahlt, wenn man das dann macht.
Also bleiben nur noch die wenigen Stunden nach der Schule um die Slackline in der Frühlings-Nachmittags-Sonne über eine Gänseblümchenwiese zu spannen und die Luft und die Sonne und das Slacklinen zu geniessen, bis die Sonne dann die Nase voll hat vom vielen scheinen und verschwindet um irgeneinen in Afrika oder Neuseeland oder wo auch immer daran zu erinnern, dass man ohne Schule besser dran ist. Viel zu kurz, diese freien Nachmittage.

Globeboot 2008 oder: trinken um zu vergessen

Donnerstag: stark bewölkt, kalter wind. Direkt nach ankunft am Langener Waldsee beginnen wir unter Anleitung nicht deutsch-stämmiger Hilfsarbeiter ohne spezifisches Hintergrundwisssen ein Bierzelt aufzubauen. Nach diversen Zeltplanenfehlgriffen und Raucherpausen steht es denn auch endlich richtig, wobei die beiden Hilfsarbeiter sichtlich zufrieden über die kurze Zeit (ca. 3 stunden) sind, während wir beeginnen, die verbliebenen ca. 120 kleineren Zelte (Die mein Arbeitgeber so im Programm hat), ein Infozelt und ein Mitarbeiterzelt aufzubauen, bis es pünktlich mit einsetzender Dunkelheit beginnt zu regnen. Bei einem angemessenen Abendessen (diverse Pizzen) rruft der Event-Chef unserer Filiale und somit gesamt-Chef der Globeboot das diesjährige Motto aus:trinken um zu vergessen. Was wir dann auch tun.
Freitag: regen, regen und wind. Nach einem Kurzen Frühstück machen wir uns daran die restlichen Zelte, vor allem aber diverse Falt- Klapp- und Gummiboote aufzubauen ~hämmern und ~pumpen. Ausserdem weitere Inffozeelte aufzustellen und die langsam eintrudelnden Hersteller (Eureka, Wechsel, Tatonka, Nordisk, Lettmann, Prijon, Grabner, Hobie und wie sie nicht alle heissen) zu bewirten und mit Hilfe und informationen zu versorgen. Der Abend steht dann im Zeichen des Mottos. Highlight der Nacht:Offene Bretterverschläge, am Waldsee “Duschen” genannt werden gegen 2.30 Uhr ausgiebig getestet.
Samstag: Sonne, wenig wind. Ab 10:00 Uhr stehen die ersten Besucher auf dem Platz und schaune sich Zelte und Boote an.
Der Tage bringt viele Fragen, viele Besucher und einige Kenterungen, die bei wind und 4°C weniger spassig sind.
Nette und informative gespräche mit den Herastellern ausser Lettmann, der verantwwortliche Vertreter redet zwar unentwegt, aber hauptsächlich so Erklärungen wie: ja, die Flugzeuge lassen alle vor der Landung nochmal richtig viel Kerosin ab, immer, so doll, dass man dann immer die Scheibenwwischer anstellen muss. Ansonsten nervt er nur, ist Abends dann ein Glück rechtzeitig verschwunden damit wir uns unserer Hauptaufgabe des Motto-umsetzens widmen können. Angeblich gab es ein Bierphilosophisch dialektisches Gespräch zwischen Steffen von Wechsel-Zelte und meiner wenigkeit. Sonntag: Sonnee, wenig wind. Ähnlich wie Samstag. Unterschied: Nachmittags beginnen einige Besucher die von ihnen erworbenen Zelte abzubauen. Dann, pünktlich eine halbe Stunde bevor wir abbauen wollen fängt es natürlich so richtig an zu regnen. Toll. Bei Regen und Wind Zelte abbauen und einpacken macht irgendwie nicht so richtig viel Spass. naja, dafür konnten wir am Abend alles wieder so richtig vergessen.

ein Glück hat uns der Wind einen Teil des Abbaus abgenommen.

aber das konnten wir des abends vergessen