seiltanz

Da stehst Du jetzt. Zitternd. Schwitzt sogar ein wenig. Trotz des kühlen Windes der leicht mit deinen Haaren spielt. Angestrengt verkrampfst Du vor Angst. Vor dem Fallen. Jetzt einen Halt haben wäre schön. Eine Hand, eine Schulter, irgendetwas zum festklammern. Nur kurz, um diesen schrecklich langen Augenblick zu überbrücken. Diesen Wimpernschlag währenddessen Du Dich irgendwo zwischen stehen und stürzen befindest. Und du willst nicht stürzen. Bestimmt nicht. Willst oben bleiben, Dich behaupten. Willst weitermachen, weitergehen. Jetzt wo Du Dich einmal getraut hast. Den bekannten Boden verlassen hast. Dich endlich mal aufgerafft hast, ein neues Ziel fixiert hast, eine neuen Weg gegangen bist. Leicht hat der ausgesehen. Leicht und spielerisch hat es ausgesehen, wie die Anderen diesen Weg langgetanzt sind, fast schwebend. Gelacht haben Sie, ganz befreit. Wie Engel haben Sie ausgesehen so schwebend und so fröhlich.
Und das wolltest Du dann auch. Mal ganz leicht sein. Ganz befreit und ohne Angst. Und bist losgelaufen. Und dann auf einmal hast du erkannt, dass es gar nicht so leicht ist, sein Vertrautes aufzugeben. Sich zu bewegen, tragen zu lassen. Ganz in der Schwebe. Hast festgestellt, dass Alles anders ist weil Alles sich ändert, immer. Auf einmal funktionieren die alten Wege, die alten Strategien nicht mehr. Die sind eben für den alten, festen, den vertrauten Boden und hier ist alles anders. Hier sind links und rechts gleichzeitig. Hier kann alles passieren, jeden Augenblick. Und Du musst da drauf gefasst sein. Klar hast Du versucht die Kontrolle zu behalten. Wie du es immer versuchst. Das ist die einzige Möglichkeit sicher zu sein. Aber hier hat das keinen Wert. Sicherheit. Die gibt es hier nicht, ist auch bedeutungslos. Aber das zu begreifen ist schwer und schmerzt ein wenig. Als würde alles was Du bisher gemacht hast und gewesen bist in Frage gestellt. Und Du musst es schnell begreifen, sonst stürzt Du.
Hier zählt nur Wachheit und die Bereitschaft zu reagieren. Egal was kommt und wie schnell. Und so stehst Du jetzt hier. Hast begriffen, dass du das Drumherum nicht ruhig stellen kannst. Und dann weisst Du es schon. Dass Du nichts mehr kontrollieren kannst. Nichts mehr ins Gleichgewicht bringen. Nur Dich.
Musst selber ruhig sein. Dich ins Gleichgewicht bringen. Und dann fängst du an Dich selber zu sehen, wacklig und unsicher. Kurz vor dem Sturz. Und du beruhigst dich. Du atmest durch, konzentrierst Dich nur auf Dich selber. Erkennst Deinen Schwerpunkt und bringst dich langsam ins Gleichgewicht. Und auf einmal ist egal, dass kein Halt da ist. Du brauchst ihn nicht. Bist selbst Halt. Du entspannst und beginnst zu schweben. Gehst weiter, und ein Glücksgefühl überkommt dich, weil du jetzt weisst, wie Du bist. Und bist fröhlich und leicht und die anderen die dich sehen, sehnen sich nach dieser Leichtigkeit mit der Du dahin tanzt.

erinnert

dieganzepg

Das ist mein PG. Also die Leite, die gleichzeitig mit mir das Praktikum bei den Erlebnistagen das Praktikum angefangen haben. Naja Juli ist da grad nicht mit bei, weil sie schewr verletzt war. Aber hier ist sie mit dabei:


Das war ungefähr eine Stunde vor der Verletzung.
Naja, Die Maike hat mir freundlicherweise einige Fotos zur verfügung gestellt (danke dafür und prost).
Und weil ich mich so gerne an die Zeit erinnere (insbesondere wenn ich die Fotos wieder sehe) hier ein Paar kurze eindrücke aus dem Harz: