selbst schuld

Vorneweg: Ja, ich mag mein thinkpad. klein, leicht, super akkulaufzeit und gute features machen das Teil zu einem absolut guten Begleiter überallhin. Leider unterstützt Linux (speziell Ubuntu 8.04) aber einige gute und sinnvolle Features nicht. Deshalb hab ich gestern um Speicherplatz zu sparen die Partition auf der Linux installiert war formatiert. Und mich heut morgen gefragt, wieso ich eigentlich jedesmal vergesse, dass ich damit auch die bootloaderkonfiguration lösche. Mist. Ein Glück gibt’s die Ultimate Boot Cd. Naja, vielleicht denk ich nächstes mal dran.

gedacht

Kühles Licht streift Felsen wieder,
kündet von der Sonne Lauf.
Schimmert leis’ von Wipfeln nieder
auf das klaffend tiefe Tal,
kriecht die schroffen Kanten rauf,
als ging’s den Weg das erste mal.
Und über Klüften – kalt und kahl -
hockt einsam auf der hohen Spitze
stumm ein alter Wandervogel
- sich sehnend nach des Sommers Hitze –
und zupft den Frost sich vom Gefieder.

Bleiern dringt das Licht durch graue
dicke Nebelschwaden – träge -
und der Vogel schärft die Klaue
an der eisig glitzernd Kante.
Probt die ersten Flügelschläge
und sein Blick der einstmals brannte
sucht müde nun das unbekannte
Ziel, das Rast und Ruh verspricht
- Lang herbeigesehnt im Geist –
und trägt doch Wildheit im Gesicht;
schaut ins neblig Ungenaue.

Die schweren Nebelschwaden steigen
langsam auf und zieh’n davon.
Und in das morgendliche Schweigen
tönt Windgebraus – noch leise.
Der Vogel spreizt die Flügel schon,
kennt er doch längst die alte Weise
Des Sturms der ihm auf seiner Reise
schon oft war einziger Gefährte.
Der ihm das Ferderkleid zerzauste
und auch an seinen Kräften zehrte
Die sich ja nun dem Ende neigen.

Wild tost der Wind, reisst eine kleine
Feder von des Vogels Schwingen
Der sich nun hebt von seinem Steine,
kraftvoll mit den Flügeln schlägt
aufs neue mit dem Sturm zu ringen
der ihn weit in die Ferne trägt.
Die Feder noch vom Sturm geprägt,
liegt geborsten nun dort oben -
Bis ein Wandrer kommt des Wegs
Sie sieht und rasch hat aufgehoben
Ein Brausen hört und denkt das seine.

radio

Musik höre ich ja normalerweise von Schallplatte. Mit Knacken, Rauschen und allem was sonst so dazugehört. Keine Dauerberieselung eben, sondern Seite für Seite eine bewusste Entscheidung für oder gegen bestimmte Musik. Und nach spätestens einer Schallplattenseite steht die nächste Entscheidung an. Das ist vielleicht mit ein wenig arbeit verbunden, steigert aber meiner Erfahrung nach das Musikerlebnis um ein Vielfaches, da ich die Musik wesentlich bewusster höre und geniesse, als sagen wir mal 30 GB Musik wild von meiner Lieblingssoftware durwürfeln und ausspucken zu lassen. Gut, wenn ich unterwegs bin höre ich natürlich Datenmusik in MP3 Form, aber auch da meist keine “Random all”-Auswahl, sondern schön selektiert. Radio hingegen habe ich lange Jahre lang gar nicht gehört, weil ich mir das endlose Gequatsche zwischendrin sparen wollte. Mal ehrlich, abgesehen von Formfehlern in allen Bereichen, von einem Aushebeln der Grammatik zugunsten einer höheren Informationsdichte sind die Meisten Sendungen auch inhaltlich eher bescheiden, wenn nicht sogar schmerzhaft.

Warum nun diese ganze Vorschwafelei? Ein kleiner Lokalsender aus Hessen hat mich doch tatsächlich begeistert. Bisher habe ich werder eine wirklich schlechte Sendung gehört, noch auch nur einen einzigen schlechten Song. Und das halte ich wirklich für erwähnenswert. In diesem Sinne: weiter so Radio Bob!

twitterklon

Bei den Arbeiten an slackspot.de sind marc und ich gestern über einen interessanten Dienst gestolpert. Niimo nennt sich das ganze und ist im Prinzip nichts, als eine alternative zu Twitter. Warum Alternative, wenn Twitter doch gut ausgebaut läuft? Weil Twitter in Deutschland keine SMS Updates mehr unterstützt. Niimo hingegen schon. Die Updates von Freunden können problemlos per Messenger oder eben SMS verfolgt werden. Andersherum funktioniert es genauso gut. Sehr nett das ganze und vor allem kostenlos.

herbstanfang II

Da heute mein freier Tag war und der Plan ins Morgenbachtal zum klettern zu fahren aufgrund der allgemeinen Wetterlage ausfiel musste schnell ein alternatives Kletterziel her. Ach ja, die Lorsbacher wand, ganz hier in der nähe  – wenn man ein auto hat. Wenn nicht, hat man zumindest einen Roller – oder aber der Kletterpartner hat einen. Mit dem Roller die ganze Stecke zu fahren ist zwar lang, aber unter Kastanienalleen zum Herbstanfang durchaus sehr schön. Klettern ist ja eh immer schön, besonders wenn man den anreiz hat, dass oben noch die Sonne scheint. Dann ohne Sonne zurückzufahren – auch auf dem Roller – ist allerdings (besonders an den Händen) recht Kalt. Ich brauche Handschuhe – zum Glück weiss ich, wo’s welche gibt.

herbstanfang

Ist ja auch irgendwie typisch, dass genau zu Herbstanfang, wenn die Winterware eingeräumt und die Sommerware nicht mehr verfügbar (fast) tausende Leute nach leichten Sandalen fragen. Und nein, natürlich hat niemand Zeit eine Woche zu warten, da der Flieger in ca. 5 Stunden abheben wird. Ich würde wirklich gerne einmal mit Profis arbeiten.

Abenteuerschule

Abenteuerschule 2008 – gemeinsam Wege entdecken

Prolog:

Noch ist es Dunkel. Nicht mehr stockdunkel. Nicht ganz. Durch das große Loch im schwarzen Zeltdach lässt sich leise das erste Schimmern des Morgens erahnen. Darunter tanzen munter die Flammen des wärmenden Lagerfeuers. Der würzige Geruch aus dem dampfenden Kessel vermischt sich mit dem Rauch des Feuers und steigt kräuselnd dem Morgen entgegen. Nur leises Knacken vom Feuer und Atmen bilden die Kulisse zur leisen, ruhigen Stimme die über die letzten Tage sinniert. Continue reading

klettern

Noch begeistert von der Alpentour , bin ich gleich Micttwochs abends darauf mit miener ehemaligen Arbeitskollegin Petra ins Morgenbahtal gefahren. Abends schön am Lagerfeuer gesessen , gegessen, getrunken, geplaudert. Morgens dann Direkt an den Fels. Ein wenig Toprope geklettert um dann mal eine 6+ Route onsight zu probieren und zu schaffen. Ja, ich weiss, für den geübten Kletterer nicht weiter schwierig, für mich allerdings eine völlig neue Erfahrung und ein großartiger Erfolg. Schön und weiter so ;)

ein Alpenspaziergang


Größere Kartenansicht

“Brauche ich sonst noch was?” Hatte Marc gefragt, als er mal wieder bei mir im Laden war. Schuhe, Rucksack, Jacke, Isomatte und tausend andere Kleinigkeiten hatte er sich nach und nach schon gekauft. “Steigeisen oder so?Continue reading