spannen(d)

Entspannt auf dem Rasen liegend, genieße ich die Sonne in meinem Gesicht. Ein Blick auf die Uhr verrät mir, daß es bereits nach acht ist. Zeit zu gehen, wenn ich noch ohne größeren Aufwand nach Hause kommen möchte. Mit leisem bedauern packe ich meine Siebensachen, verabschiede mich von den anderen, mit denen ich den wundervollen Tag verbracht habe und gehe zur U-Bahn, unterwegs feststellend, dass ich müde, erschöpft und verschwitzt bin. Kein Wunder, denke ich mir, habe ich doch den ganzen Tag lang Sport getrieben. Mit einem Haufen netter Leute auf ungefähr neun Slacklines alles mögliche (und unmögliche) probiert. Aber ich fang wohl besser vorne an. Nach dem viel zu frühen und doch fast zu späten Aufstehen hetzte ich zur Bahn, die ich locker noch erreiche, denn die hat Verspätung. Und fährt nicht bis zu meiner Haltestelle. Nach diversem Umgesteige und gelehtze komme ich eine halbe Stunde zu spät in der Schule an und fange direkt an meine letzte Klaasenarbeit für dieses Schuljahr zu schreiben. Als das geschafft ist, fahren wir mit der gesamten Klasse in den Park, um dort zu Grillen. Da die anderen sich schon um die verpflegung gekümmert haben, habe ich mich um die Beschäftigung gekümmert und meine Slackline dabei. Als ich mich gerade auf den Heimweg machen will, bkomme ich folgende SMS: “Guten thomas!wir kennen uns noch nicht… drehen nachher mit rtl übers slacken! 14 uhr erstmal im günthersburgpark… hast du zeit? max”

Naja, Zeit habe ich, meine Slackline habe ich auch dabei und die feste Absicht diese auch zu benutzen. Warum dann nicht mit anderen, denke ich mir. Allerdings frage ich mich wer dieser Max ist und woher er meine Nummer hat, also rufe ich ihn an. Er hat sich seine Slackline bei uns im Laden gekauft und war heute nochmal da um zu fragen, ob denn von den netten Mitarbeitern jemand “ab und zu `ne line ziehen” würde und Lust hätte heute mit ihm und einigen anderen genau das zu tun. Mein Kollege gibt ihm also meine Nummer. Wenn ich schonmal die Gelegenheit habe mit anderen meinem Lieblingssport nachzugehen und alles was ich dafür brauche ohnehin dabei habe: Klar geh’ ich in den Günthersburgpark (Äh, max, sag mal, wo genau ist denn der Günthersburgpark?). Als ich ankomme sehe ich die ungefähr neun Slacklines kreuz und quer und längs gespannt und darauuf und drumherum einen haufen Leute nebst Kamerateam. Begrüße alle, komme sofort mit ihnen ins Gespräch und pring’ aufs nächste Seil um mich meherere Stunden lang auszutoben. Herrlich. Das besondere Highlight des Tages: Zwei miteinander verbundene Slacklines über ca. vierzig meter gespannt. Das wackelt unglaublich, beansprucht die gesamte Konzentration und gibt einen gewaltigen Ardenalinschub. Schön. Das wird jetzt öfter gemacht.

Und weils So schön war, hier ein paar Bilder, die der MAx gemacht hat:

Geschwiegen:

In der letzten Zeit war ich hier ja doch recht still. Das hängt selbstredend keineswegs mit meiner Faulheit zusammen. Zumindest nicht nur. Nein ich habe:

gemacht:
Volleyballspielen in der Sonne. Beim Sporttag meiner Schule. Und bin dabei
Volleyballweltmeister 2008 der Franz Böhm Schule geworden.
badmintonspielen und slacklinen, computerspielen und biertrinken mit meinem Mitbewohner.

gehört:
Abgesehen von meinen im letzten Beitrag erwähnten Platten das neueste Stück meiner Sammlung.
Denn: Natürlich war ich mal wieder zu früh bei der Arbeit. Also bin ich direkt weiter in den
Stadtwald gezogen, genauer: in den dort ansässigen Plattenladen.
Und bin seitdem stolzer Besitzer des aktuellen Nick cave and the bad Seeds Albums DIG! LAZARUS DIG!.
Eine ziemlich gelungene Scheibe, wie ich finde. Die Ruhe Leidenschaft der “And no more shall we part”
mit dem Aufwühlenden Rock-VBlues-Sound der “Nocturama” kombiniert. Sehr fein. Deshalb auch direkt eine kleine Probe: “We call upon the Author to explain”


gesehen:
Knochenjäger. Hat mich alless andere als vom Hocker gehauen. Die Story hat mich schon sehr an “Seven”
erinnert. Der wiederum ist filmisch wesentlich feiner umgesetzt, weitaus besser gespielt
und in sich irgendwie stimmiger.

geschlafen. Und das war gut so.

musik

Nachdem ich am Wochenende meinem Plattenspieler (Schatzis und Silkes Besuch war der Anlass) einen neuen Stereoverstärker spendiert habe und seither wieder über echten Hifi-Stereo-Platten-Sound verfüge, habe ich mich heute auf die Suche nach einem Plattenladen begeben. In Frankfurt. Da ich über iene präzise Wegbeschreibung zu einem solchen verfügte, zog ich zuversichtlich los und habe auch Promt den Laden gefunden. Meine Informationsquelle hatte Recht. Es war ein recht gut sortierter Plattenladen. Für Dj’s und/oder Techno-Fans. Nicht für einen Schrat wie mich, das haben mir auch die Drei sonnenstudiobraunen und muckibudenmuskelbepacckten Imdunklenladensonnenbrillenträger-DJs vermittels Blicken unterhalb des gefrierpun ktes zu verstehen gegeben. Flugs also mit einem Anflug von enttäuschung umgedreht und ziellos umheergelaufen. Aha, eine anderer Plattenladen. Einer für mich. Immerhin bin ich nach nicht mal zwanzig Minuten mit sechs Platten zum lanhaarig-gammelnden Inhaber geschlurft und bat ihn mir die anhören zu dürfen. “Geht nicht, wir ham keinen Plattenspieler” erlärt der Inhaber. “…” antworte ich gefolgt von einem “…, … ; … ähh, schade.”. Ich konnte dann aber zumindest in die CDs zu den Platten reinhören und bin mit zwei akkustischen Schmuckstücken wieder heeimwärts gefahren. Und jetzt, nach dem ersten komplett-hören steht fest: ein guter Kauf. Die beiden Platten ssind übrrigenss “A weekend in the City” von Bloc Party und die noch bessere “We were dead before the ship even sank” von Modest Mouse. Und damit hier keiner lange rumsuchen muss, gleich mal zwei Ausschnitte aus den Alben:

Bloc Party mit Prayer

Und Modest Mouse mit We`ve got everything

heile welt

Ja, im Bösen Frankfurt, das voll von Junkies und ausländern gewaltbereiten Jugendlichen ist, durfte ich heute an meiner Schule Zeuge einer Schlägerei werden. Allerdings nicht zwischen (halb)starken Jungs, sonder zwischen Mädels. Natürlich wegen irgendeiner Jungs-ausspannen Geschichte. Mit kratzen und beißen und Messern und Polizei an allem. Naja, im großen verrohten Stadtwald ist ja auch nichts anderes zu erwarten von der verkommenen Jugend. Die Reaktion meiner Mitschüler(innen) allerdings, die allesamt ganz aufgeregt an der Scheibe klebten, wie der Rest der Schule auch, zeigte mir dann, daß es so schlimm gar niccht um die Welt bestellt ist und zummindest Frankfurt noch iene feine heile Welt ist.