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viel zu kurz

Der Mittwoch ist doch echt der dämlichste Tag der Woche. Ist der erste Gedanke (also der erste richtige heute Morgen, immerhin ist es noch nicht mal sieben) auf dem Weg zum Zug. Und dieser Gedanke ist ja auch gar nicht so abwegig, bedenkt man daß am Mittwoch der Wecker (also der eigene) noch vor fünf Uhr klingelt. Der zweite Gedanke ist dann kurz danach. Nach dem ersten Umsteigen. Der sagt einem dann (der Gedanke) daß man in der falschen Bahn sitzt, weil ja Mittwochs die Außenstelle der Schule dran ist und man da anders fahren muss. Natürlich ist dann auch schon keine Zeit mehr den Kaffee für die ersten beiden Stunden zu holen. Egal, Kaffee ist eh ungesund (natürlich funktioniert dieser äußerst plumpe Selbstbetrugsversuch nicht einmal annähernd, aber man hätte wenigstens fast was zu lachen, wenns nicht so früh wäre). Die sechs Schulstunden ziehen dann so quälend langsam am Geist vorbei, wie die strahlende Sonne am wolkenlosen Himmel, die einem dann zuschreit, dass man schon in der Oberstufe immer recht hatte und Schule überflüssig ist und einen von wichtigen Dingen wie leben abhält.
Nur versteht das der Arbeitgeber wohl ebensowenig, wie das hessische Schulgesetz, obwohl er (der Arbeitgeber) doch immer zum “Träume leben” aufruft. Unwahrscheinlich, daß er auch weiter das Ausbildungsgehalt bezahlt, wenn man das dann macht.
Also bleiben nur noch die wenigen Stunden nach der Schule um die Slackline in der Frühlings-Nachmittags-Sonne über eine Gänseblümchenwiese zu spannen und die Luft und die Sonne und das Slacklinen zu geniessen, bis die Sonne dann die Nase voll hat vom vielen scheinen und verschwindet um irgeneinen in Afrika oder Neuseeland oder wo auch immer daran zu erinnern, dass man ohne Schule besser dran ist. Viel zu kurz, diese freien Nachmittage.

Tags: ...about outdoor · aus dem stadtwald

Wednesday, 23. April 2008, 18:39 Uhr · keine Kommmentare

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